Knochenaufbau

Infolge von Parodontitis, Zahnverlusten oder in Zusammenhang mit Unfällen entstehen Knochendefizite. Insbesondere für die Versorgung mit Implantaten werden deshalb Knochenaufbauten notwendig. Für Knochenaufbauten wird entweder körpereigener Knochen aus Kieferabschnitten entnommen, in denen ein „Überschuss“ besteht, oder es werden bewährte Knochenersatzmaterialien verwendet. Im Entnahmegebiet findet eine weitgehende Regeneration des Knochens statt. Knochenersatzmaterialien sind bei bestimmten Indikationen überaus erfolgreich, jedoch nicht für alle Aufbauten geeignet. Die häufigste und erfolgreichste Aufbaumethode erfolgt im Oberkieferseitenzahnbereich: der sogenannte „Sinuslift“, bei dem Knochenersatzmaterial als Leitschiene für das Einwachsen von körpereigenem Knochen unter die Kieferhöhlenschleimhaut gelegt wird. Dadurch können Implantate mit ausreichender Länge für die statisch adäquate Aufnahme von im Seitenzahnbereich besonders hohen Kaukräften inseriert werden. Die Sinuslift-Operation führen wir seit 1995 routiniert und erfolgreich durch. Je nach vorhandener Restknochenhöhe und Umfang des Eingriffs erfolgt die Operation unter örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Das gleichzeitige Einbringen von Implantaten hängt von der vorhandenen Restknochenhöhe und der dadurch möglichen primären Stabilisierung der Implantate ab. Sowohl vor als auch nach dem Sinuslift empfehlen wir die Durchführung von 3D-Aufnahmen der Kieferhöhle. Die Aufnahme vor der Operation dient zur Abklärung der anatomischen Knochenstrukturen zur Platzierung des Aufbaumaterials (z. B. Zugang der Kieferhöhle zur Nasenhöhle, der nicht verlegt werden darf) und zur Abklärung, ob der vorhandene Knochen für das gleichzeitige Einpflanzen primär stabiler Implantate ausreicht, um eine weitere Operation zu vermeiden. Die zweite Aufnahme ist indiziert, wenn bei der ersten Operation aufgrund zu geringen Restknochenangebots keine Implantate gesetzt werden konnten und erst in der Folgeoperation die vorgesehenen Implantate inseriert werden. Mithilfe dieser Aufnahme werden die genaue Lage und Durchbauung des neuen Implantatlagers analysiert, um die Implantate korrekt zu platzieren. In Frankreich gilt das Unterlassen von 3D-Aufnahmen vor dem Sinuslift als Kunstfehler.

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